Mit Pelé auf Kreta Teil 1

Mit Pelé auf Kreta Teil 1

26. November 2018 0 Von Tom
This entry is part 9 of 14 in the series Kreta 2018

Hallo,

nun sind wir wieder auf Kreta! Nach mehr als arbeitsreichen Wochen ging es am Samstag los. Diesmal sollte Pelé mitkommen.

Da er beim Fliegen in der Kabine immer sehr aufgeregt ist, haben wir uns gedacht, dass es im Frachtraum besser gehen könnte. Na ja!

Vom Tierarzt hatte er zwei verschiedene Mittel bekommen, Körnchen und Tabletten. Körnchen kannten wir schon, die Tabletten haben wir vorher ausprobiert, darunter hatte er keine Beruhigungswirkung gezeigt. Also wieder die Körnchen, aber eine ordentliche Dosis. Er wurde zwar etwas müde, aber reagierte auch ein bißchen ungeordnet auf seine Umgebung. Auf dem Weg zum Flughafen im Bus war er sehr friedlich, der BVG-Busfahrer gut gelaunt (sowas gibts wirklich). Im Flughafen war dann erstmal eine ewig lange Schlange, die aber überwiegend für die Security nach Fuerte anstanden, bis sich das ganze geordnet hatte dauerte es! Ein bisschen holprig war es dann noch mit zwei älteren Damen aus Griechenland, die sich anstatt für Athen für Fuerte angestellt hatten und dann meinten, dass sie trotzdem vor den Griechen vor uns gehörten. Alle Umstehenden nahmen es gelassen, keiner würde wohl früher oder später ankommen. Als wir dann dran waren wurde zuerst der Käfig gewogen, dann der Hund und dann suchte der Angestellte ein Formblatt, dass er aber nirgends finden konnte. Kein Wunder, das Formblatt gab es gar nicht mehr, wie ihn ein Kollege aufklärte. Dann also ohne Formblatt weiter. Wir brachten Pelé zum Sperrgepäck, Maulkorb ab, rein in den Käfig, Käfig groß groß genug, raus aus dem Käfig, da Pelé nicht durchleuchtet werden sollte. Dann wieder rein in den Käfig. An der Seite stand unsere Telefonnummer! Als Pelé sich leicht winselnd Richtung Flugzeug auf den Weg machte gingen wir zur Abfertigung. Kein Piepsen bei der Security, wir nahmen Platz und genossen die Ruhe. Dann klingelte Brigittes Handy, die Leute vom Sperrgutschalter waren dran. Pelé sei sehr aufgeregt. Ich sprinte also durch die Halle, A05 zum Sperrgut im Untergeschoss in weniger als 2 Minuten. Pelé sitzt noch immer leicht fiepend in seiner Box, das Schild mit der Telefonnummer löste sich langsam ab. Soweit alles ok, ich hatte den Maulkorb vergessen mitzunehmen. Also wieder zurück. 2:15 Minuten, also immer noch recht gut. 

Wir warten auf das Boarding, vor 20 Minuten sollte es losgehen, unser Transfer in Athen ist nur 35 Minuten, könnte knapp werden, insbesondere da unser Gepäck (und damit Pelé) auch transferiert werden müssen. Irgendwann geht es dann doch los, der Bass aus dem Cockpit brummelt etwas von pünktlicher Ankunft, wir werden sehen. Der Flug vergeht wie im Flug, es gibt WLAN an Bord und ein warmes Essen. Das hatten wir schon seit gefühlten Jahrzehnten nicht mehr. Aegean Air bietet für gut 100 € einiges. 

Über den Wolken, über Griechenland

Die Landung in Athen ist wirklich pünktlich. Wir versuchen die Box mit Pelé auszumachen, können aber nichts ausmachen. Das Boarding in Athen geht auch ein bisschen wild vor sich, aber keiner muss dableiben. Noch ein kleiner Snack auf dem Flug und wir sind in Heraklion. 

Ich warte auf unsere Tasche mit den Ersatzteilen, während Brigitte sich auf die Suche nach Pelé macht. Der sitzt zwar etwas benommen, aber ganz ruhig in seiner Box und wartet geduldig. Leider ist der Griff weg, aber sonst alles ok. 

Die nächste Überraschung ereilt uns am Mietwagenschalter. Wir hatten ein Auto gemietet, da wir wegen Besuchs von Brigittes Schwester etwas mobiler sein wollten und außerdem mal wieder Trinkwasser bunkern müssen, bei mehreren hundert Litern in 5 l Kanistern ist da ein Auto schon sehr hilfreich. 

Am Schalter hatte man aber keine Reservierung für uns, wir hätten in der Stadtstation reserviert!? Ich war und bin mir sicher, dass ich das nicht gemacht hatte, aber es blieb dabei. Ein Anruf in der Stadtstation ergab dann, dass die Station schon geschlossen war, laut Buchung sollte sie aber bis 22 Uhr geöffnet sein. Da war also irgendwas richtig schief gelaufen. Morgen sollte auch geschlossen sein, man könne aber eine Übergabe trotzdem organisieren. Na toll. Also in Deutschland angerufen, dort bemühte sich ein eigentlich netter Mitarbeiter um eine Lösung, leider war aber bei dem eigentlichen Vermittler seit 2 Stunden Feierabend, keine Umbuchung möglich. Die Laune näherte ich -275° C (für die Nicht-Physiker: ein Grad unter dem absoluten Nullpunkt). 

Der Mitarbeiter in Deutschland schickte uns jetzt einen link für unsere Reklamation, konnte uns aber nur einen Mietwagen für fast den doppelten Preis anbieten. Glücklicherweise hatte der griechische Agent am Flughafen Mitleid und überließ uns einen Mietwagen für eine Fuffi mehr als unseren ursprünglichen Mietpreis. Nach knapp einer Stunde waren wir dann endlich am Boot. 

Mehr in Kürze….

Series Navigation<< Aus Aloysius wird Whakawhanaungatanga– 279° C, geht das? >>